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Eigenschaften von NaAsO2

Eigenschaften von NaAsO2 (Natriumarsenit):

Name der VerbindungNatriumarsenit
Chemische FormelNaAsO2
Molare Masse129.91016928 g/mol

Chemische Struktur
NaAsO2 (Natriumarsenit) - Chemische Struktur
Lewis-Struktur
3D-Molekülstruktur
Physikalische Eigenschaften
AussehenWeißes oder graues Pulver, hygroskopisch
Löslichkeit1560.0 g/100 ml
Dichte1.8700 g/cm³
Helium 0.0001786
Iridium 22.562
Schmelzpunkt550.00 °C
Helium -270.973
Hafniumcarbid 3958

Elementare Zusammensetzung von NaAsO2
ElementSymbolAtomgewichtAtomeMassenprozent
NatriumNa22.98976928117.6967
ArsenAs74.92160157.6719
SauerstoffO15.9994224.6315
MassenprozentzusammensetzungAtomprozentzusammensetzung
Na: 17.70%As: 57.67%O: 24.63%
Na Natrium (17.70%)
As Arsen (57.67%)
O Sauerstoff (24.63%)
Na: 25.00%As: 25.00%O: 50.00%
Na Natrium (25.00%)
As Arsen (25.00%)
O Sauerstoff (50.00%)
Massenprozentzusammensetzung
Na: 17.70%As: 57.67%O: 24.63%
Na Natrium (17.70%)
As Arsen (57.67%)
O Sauerstoff (24.63%)
Atomprozentzusammensetzung
Na: 25.00%As: 25.00%O: 50.00%
Na Natrium (25.00%)
As Arsen (25.00%)
O Sauerstoff (50.00%)
Kennungen
CAS-Nummer7784-46-5
LÄCHELN[O-][As]=O.[Na+]
Hill-FormelAsNaO2

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Natriiumarsenit (NaAsO₂): Chemische Verbindung

Wissenschaftlicher Übersichtsartikel | Chemie-Referenzreihe

Abstract

Natriiumarsenit mit der chemischen Formel NaAsO₂ stellt eine anorganische polymere Verbindung dar, die aus unendlichen [AsO₂⁻]ₙ-Ketten besteht, die mit Natriumkationen assoziiert sind. Dieses hygroskopische weiße oder gräuliche Pulver weist eine Dichte von 1,87 g/cm³ auf und zersetzt sich bei etwa 550°C. Die Verbindung zeigt eine beträchtliche Wasserlöslichkeit von 156 g pro 100 ml Wasser bei Raumtemperatur. Natriumarsenit dient primär als Reduktionsmittel in der organischen Synthese und findet Anwendung in industriellen Prozessen, einschließlich der Formulierung von Pestiziden, der Konservierung von Häuten und Färbeverfahren. Seine polymere Struktur weist Arsen(III)-Zentren in pyramidalen Koordination mit Sauerstoffatomen auf, die ein eindimensionales anionisches Gerüst bilden, das durch Natriumionen stabilisiert wird. Die Verbindung erfordert aufgrund ihrer erheblichen Toxizität, mit einer oralen LD₅₀ von 41 mg/kg bei Ratten, einen sorgfältigen Umgang.

Einführung

Natriiumarsenit stellt eine wichtige anorganische Verbindung innerhalb der breiteren Klasse der Arsenitsalze dar. Der Begriff bezieht sich typischerweise auf Natriummetaarsenit (NaAsO₂), obwohl auch Natriumorthoarsenit (Na₃AsO₃) existiert und kommerzielle Produkte oft Mischungen dieser Spezies enthalten. Diese Verbindungen werden aus Arsen(III)-oxid (As₂O₃) durch Reaktion mit Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat gewonnen. Die Metaarsenit-Form dominiert in kommerziellen Anwendungen aufgrund ihrer relativen Stabilität und Handhabungseigenschaften. Arsenitverbindungen spielten historisch eine bedeutende Rolle in industriellen Prozessen, insbesondere in der Holzimpregnierung und landwirtschaftlichen Anwendungen, obwohl ihre Verwendung mit zunehmendem Verständnis der Arsen-Toxizität zurückgegangen ist. Die Verbindung dient weiterhin als Modellsystem zum Studium der Arsenchemie und findet spezialisierte Anwendungen in der synthetischen Chemie.

Molekularstruktur und Bindung

Molekulare Geometrie und elektronische Struktur

Natriiummetaarsenit nimmt eine polymere Struktur mit der Konnektivität -O-As(O⁻)- entlang der Kettenachse an. Die Arsen(III)-Zentren weisen eine pyramidale Geometrie auf, die mit den Vorhersagen der VSEPR-Theorie für AX₃E-Systeme übereinstimmt, mit Sauerstoff-Arsen-Sauerstoff-Bindungswinkeln von etwa 96-99°. Jedes Arsenatom besitzt einen formalen Oxidationszustand von +3 und koordiniert mit drei Sauerstoffatomen: zwei brückenbildenden Sauerstoffatomen, die benachbarte Arsenzentren verbinden, und einem terminalen Sauerstoffatom. Der terminale As-O-Bindungsabstand beträgt 1,76 Å, während brückenbildende As-O-Bindungen sich auf 1,82 Å erstrecken. Die elektronische Konfiguration von Arsen(III) in dieser Verbindung beinhaltet sp³-Hybridisierung, wobei das freie Elektronenpaar ein Hybridorbital besetzt. Dieses freie Elektronenpaar trägt zum reduzierenden Charakter und den nukleophilen Eigenschaften der Verbindung bei.

Chemische Bindung und zwischenmolekulare Kräfte

Die Bindung in Natriumarsenit beinhaltet primär ionische Wechselwirkungen zwischen Natriumkationen und den polymeren Arsenitanionen, mit kovalenten Bindungen innerhalb der [AsO₂⁻]ₙ-Ketten. Die As-O-Bindungen zeigen einen signifikanten kovalenten Charakter mit geschätzten Bindungsdissoziationsenergien von 382 kJ/mol für terminale Bindungen und 351 kJ/mol für brückenbildende Bindungen. Die Verbindung zeigt starke Dipol-Dipol-Wechselwirkungen zwischen den Ketten aufgrund des polaren Charakters der As-O-Bindungen, wobei die terminalen Sauerstoffatome eine erhebliche negative Ladung tragen. Die Natriumionen koordinieren mit mehreren Sauerstoffatomen aus benachbarten Ketten und bilden so ein dreidimensionales Netzwerk. Die polymere Struktur führt zu eingeschränkter molekularer Rotation und hoher Gitterenergie, was zur Stabilität und relativ hohen Zersetzungstemperatur der Verbindung beiträgt.

Physikalische Eigenschaften

Phasenverhalten und thermodynamische Eigenschaften

Natriiumarsenit erscheint typischerweise als weißes oder gräuliches hygroskopisches Pulver mit einer Dichte von 1,87 g/cm³ bei 25°C. Die Verbindung zeigt keinen deutlichen Schmelzpunkt, sondern beginnt sich bei etwa 550°C zu zersetzen. Der Zersetzungsprozess beinhaltet die Entwicklung von Arsen(III)-oxid-Dampf und die Bildung von Natriumoxidrückständen. Die Standardbildungsenthalpie (ΔH°f) beträgt -347,1 kJ/mol, mit einer Standardbildungs-Gibbs-Energie (ΔG°f) von -306,5 kJ/mol. Die Entropie (S°) der Verbindung registriert 56,2 J/mol·K bei 298 K. Natriumarsenit zeigt eine beträchtliche Wasserlöslichkeit, löst sich bis zu 156 g pro 100 ml Wasser bei 20°C und erzeugt alkalische Lösungen mit einem pH-Wert typischerweise im Bereich von 9,5-11,0. Die Verbindung zeigt eine begrenzte Löslichkeit in Ethanol und anderen organischen Lösungsmitteln.

Spektroskopische Eigenschaften

Die Infrarotspektroskopie von Natriumarsenit zeigt charakteristische Absorptionsbanden, die As-O-Streckenschwingungen entsprechen. Die terminale As=O-Bindung erzeugt eine starke Absorption zwischen 780-820 cm⁻¹, während brückenbildende As-O-As-Schwingungen zwischen 650-700 cm⁻¹ auftreten. Die Raman-Spektroskopie zeigt eine prominente Bande bei 705 cm⁻¹, die der symmetrischen Streckschwingung der AsO₂-Einheit zugeordnet wird. Die Festkörper-NMR-Spektroskopie zeigt eine chemische Verschiebung von etwa -180 ppm für ⁷⁵As, konsistent mit Arsen(III) in Sauerstoff-Koordinationsumgebungen. Die UV-Vis-Spektroskopie zeigt keine signifikante Absorption im sichtbaren Bereich, was für das weiße Erscheinungsbild der Verbindung verantwortlich ist, wobei der Absorptionsbeginn unterhalb von 300 nm aufgrund elektronischer Übergänge unter Beteiligung von Arsen-Elektronenpaaren und Sauerstofforbitalen auftritt.

Chemische Eigenschaften und Reaktivität

Reaktionsmechanismen und Kinetik

Natriiumarsenit fungiert primär als Reduktionsmittel in chemischen Transformationen. Das Arsen(III)-Zentrum unterliegt leicht einer Zweielektronen-Oxidation zu Arsen(V)-Spezies, mit einem Standardreduktionspotential von -0,57 V für das AsO₂⁻/AsO₄³⁻-Paar in basischer Lösung. Diese Reduktionsfähigkeit erleichtert Reaktionen mit verschiedenen Oxidationsmitteln, einschließlich Halogenen, Permanganat- und Dichromationen. Die Verbindung nimmt an nukleophilen Substitutionsreaktionen durch ihre Sauerstoffatome teil, insbesondere mit Alkylhalogeniden zur Bildung von Arsenestern. Hydrolyse erfolgt langsam in wässriger Lösung, wobei das Arsenition als schwache Base wirkt, die Protonen aufnimmt, um arsenige Säure (H₃AsO₃) zu bilden. Die Verbindung zeigt Stabilität unter alkalischen Bedingungen, zersetzt sich jedoch in sauren Medien unter Freisetzung von Arsen(III)-oxid.

Säure-Base- und Redox-Eigenschaften

Das Arsenition (AsO₂⁻) zeigt amphoteres Verhalten, obwohl es primär als Base in wässrigen Systemen fungiert. Die konjugierte Säure, arsenige Säure (H₃AsO₃), besitzt pKa-Werte von 9,2, 12,1 und 13,4 für ihre sukzessiven Deprotonierungen. Das Redox-Verhalten von Natriumarsenit erweist sich als besonders signifikant, wobei das Standardreduktionspotential für das H₃AsO₄/H₃AsO₃-Paar bei pH 0 0,56 V beträgt. Dieses Potential nimmt mit steigendem pH-Wert erheblich ab und erreicht -0,67 V bei pH 14 für das AsO₄³⁻/AsO₂⁻-Paar. Die Verbindung zeigt Stabilität in reduzierenden Umgebungen, unterliegt jedoch in Gegenwart starker Oxidationsmittel einer schnellen Oxidation. Die Kinetik von Oxidationsreaktionen folgt typischerweise einem Verhalten zweiter Ordnung, wobei die Geschwindigkeiten von sowohl Arsenit- als auch Oxidationsmittelkonzentrationen abhängen.

Synthese und Herstellungsmethoden

Laborsyntheserouten

Die Laborherstellung von Natriumarsenit beinhaltet typischerweise die Reaktion von Arsen(III)-oxid mit Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat. Die gebräuchlichste Methode verwendet stöchiometrische Mengen von Arsen(III)-oxid und Natriumhydroxid in wässriger Lösung. Die Reaktion verläuft gemäß der Gleichung: As₂O₃ + 2NaOH → 2NaAsO₂ + H₂O. Diese Reaktion erfordert eine sorgfältige Temperaturkontrolle zwischen 60-80°C, um eine vollständige Auflösung des Arsen(III)-oxids sicherzustellen, während eine Zersetzung verhindert wird. Die resultierende Lösung unterliegt einer Verdampfung, um die feste Verbindung zu erhalten, die durch Umkristallisation aus Wasser weiter gereinigt werden kann. Alternative synthetische Routen umfassen die Reaktion von Arsen(III)-oxid mit Natriumcarbonat bei erhöhten Temperaturen (200-300°C), die eine Mischung von Meta- und Orthoarsenit-Spezies produziert.

Industrielle Produktionsmethoden

Die industrielle Produktion von Natriumarsenit folgt ähnlichen Prinzipien wie die Laborsynthese, verwendet jedoch Reaktorsysteme im größeren Maßstab und kontinuierliche Verarbeitungsmethoden. Der Prozess beginnt typischerweise mit der Auflösung von technischem Arsen(III)-oxid in Natriumhydroxidlösung (20-30% w/w) in Rührkesselreaktoren bei 70-90°C. Das Reaktionsgemisch unterliegt einer Filtration zur Entfernung unlöslicher Verunreinigungen, gefolgt von einer Konzentration durch Mehrstufeneindampfer, um eine übersättigte Lösung zu erreichen. Die Kristallisation erfolgt in kontrollierten Kühlkristallisatoren, wobei das Produkt mit Zentrifugalfiltern abgetrennt wird. Die Trocknung findet in Drehtrommeltrocknern bei 80-100°C statt, um das endgültige Pulverprodukt zu produzieren. Industrielle Qualitäten weisen typischerweise einen Gehalt von 95-98% NaAsO₂ auf, mit Hauptverunreinigungen einschließlich Natriumcarbonat, Natriumchlorid und unumgesetztem Arsen(III)-oxid. Produktionsanlagen erfordern umfangreiche Belüftungs- und Abfallmanagementsysteme, um arsenhaltige Nebenprodukte zu handhaben.

Analytische Methoden und Charakterisierung

Identifikation und Quantifizierung

Die analytische Identifikation von Natriumarsenit verwendet mehrere komplementäre Techniken. Die Röntgenbeugung liefert eine definitive strukturelle Charakterisierung, wobei die Verbindung charakteristische d-Abstände bei 3,42 Å, 2,98 Å und 2,12 Å zeigt, die den intensivsten Reflexionen der polymeren Struktur entsprechen. Die quantitative Analyse verwendet typischerweise iodometrische Titration, bei der Arsenit Iod zu Iodid in neutralen oder schwach sauren Medien reduziert: AsO₂⁻ + I₂ + 2H₂O → AsO₄³⁻ + 2I⁻ + 4H⁺. Diese Methode bietet eine Präzision von ±0,5% für die Arsenitbestimmung. Alternative analytische Ansätze umfassen Atomspektroskopie mit Graphitofen-Nachweis, der Nachweisgrenzen von 0,1 μg/L für Arsen bietet, und Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma mit noch größerer Empfindlichkeit. Die Ionenchromatographie mit Leitfähigkeitsdetektion ermöglicht die Trennung und Quantifizierung von Arsenitspezies in komplexen Gemischen.

Reinheitsbewertung und Qualitätskontrolle

Qualitätskontrollparameter für Natriumarsenit umfassen Gehaltsbestimmung, Feuchtigkeitsgehalt und Profilierung von Verunreinigungen. Der Arsenitgehalt übersteigt typischerweise 95% in technischem Material, mit Feuchtigkeit begrenzt auf maximal 2%. Häufige Verunreinigungen umfassen Arsen(III)-oxid (0,5-1,5%), Natriumcarbonat (1-3%) und Chloridionen (0,1-0,5%). Schwermetallkontaminanten wie Blei, Quecksilber und Cadmium erfordern eine Überwachung auf Werte unter 10 ppm jeweils. Stabilitätstests zeigen, dass ordnungsgemäß verschlossene Behälter die hygroskopische Verbindung über längere Zeit vor atmosphärischem Kohlendioxid und Feuchtigkeit schützen. Lagerempfehlungen spezifizieren kühle, trockene Bedingungen in korrosionsbeständigen Behältern aus Polyethylen oder Glas. Die Verbindung zeigt unbegrenzte Stabilität, wenn sie vor Oxidation und Feuchtigkeitsaufnahme geschützt ist.

Anwendungen und Verwendungen

Industrielle und kommerzielle Anwendungen

Natriiumarsenit diente historisch zahlreichen industriellen Anwendungen, obwohl viele aufgrund von Toxizitätsbedenken zurückgegangen sind. Die Verbindung fungierte als Wirkstoff in Insektiziden, Herbiziden und Rodentiziden, insbesondere für Bodenbehandlung und Holzschutz. In der Textilverarbeitung wirkte Natriumarsenit als Beize in Färbeoperationen und als Konservierungsmittel für Tierhäute. Die Glasindustrie setzte es als Entfärbungsmittel ein, um durch Eisenverunreinigungen verursachte Grüntöne zu entfernen. Metallurgische Anwendungen umfassten die Verwendung als Raffinationsmittel für Blei- und Kupferlegierungen. Die derzeitige industrielle Nutzung konzentriert sich primär auf die Spezialchemiesynthese, insbesondere als Reduktionsmittel in organischen Transformationen, wo es Trihalogenalkane durch Sauerstoffatom-Transfermechanismen zu Dihalogenalkanen reduziert.

Forschungsanwendungen und neuere Verwendungen

Forschungsanwendungen von Natriumarsenit setzen sich in kontrollierten Laboreinstellungen fort. Die Verbindung dient als chemischer Stressor in biologischen Studien, um die Produktion von Hitzeschockproteinen und die Bildung von cytoplasmatischen Stressgranula zu induzieren. In der Materialwissenschaft findet Natriumarsenit Anwendung in der Synthese von arsenhaltigen Halbleitern und spezialisierten Gläsern. Die elektrochemische Forschung nutzt ihr wohldefiniertes Redox-Verhalten zum Studium von Elektronentransfermechanismen und zur Entwicklung von Arsen-Sensoren. Neuere Anwendungen umfassen die potenzielle Verwendung in arsenbasierten Pharmazeutika für Tropenkrankheiten, obwohl dies weitgehend explorativ bleibt. Die Fähigkeit der Verbindung, Komplexe mit verschiedenen Metallionen zu bilden, ermöglicht ihre Verwendung in der analytischen Chemie für selektive Fällungs- und Trenntechniken. Die Forschung setzt sich in stabilisierten Formulierungen fort, die die Umweltmobilität und Toxizität reduzieren, während nützliche chemische Eigenschaften beibehalten werden.

Historische Entwicklung und Entdeckung

Die Geschichte von Natriumarsenit verläuft parallel zur Entwicklung der Arsenchemie im gesamten 19. und 20. Jahrhundert. Frühe Dokumentationen erscheinen in der chemischen Literatur aus den 1850er Jahren, mit systematischen Untersuchungen, die in den 1870er Jahren begannen, als die Strukturchemie fortschritt. Die insektiziden Eigenschaften der Verbindung wurden bis 1900 erkannt, was zu weitverbreiteter landwirtschaftlicher Nutzung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts führte. Die strukturelle Charakterisierung schritt durch die 1920er-1940er Jahre voran, mit Röntgenbeugungsstudien in den 1950er Jahren, die die polymere Natur von Metaarsenit-Verbindungen definitiv etablierten. Die industrielle Produktion expandierte signifikant während der 1930er-1950er Jahre für landwirtschaftliche und Holzschutzanwendungen. Zunehmendes Verständnis der Arsen-Toxizität während der 1960er-1980er Jahre führte zu regulatorischen Einschränkungen und zurückgehender Nutzung. Aktuelle Forschung konzentriert sich auf Umwelt-Sanierung, analytische Nachweismethoden und spezialisierte Anwendungen, die die einzigartigen Redox-Eigenschaften der Verbindung nutzen, während Expositionsrisiken minimiert werden.

Schlussfolgerung

Natriiumarsenit stellt eine chemisch bedeutsame Verbindung mit einer ausgeprägten polymeren Struktur und wohldefiniertem Redox-Verhalten dar. Seine Eigenschaften als Reduktionsmittel und Nucleophil ermöglichen weiterhin spezialisierte Anwendungen in der synthetischen Chemie und Materialforschung. Die Toxizität der Verbindung erfordert einen sorgfältigen Umgang und hat ihre weitverbreitete Nutzung eingeschränkt, obwohl sie für spezifische technische Anwendungen wertvoll bleibt. Zukünftige Forschungsrichtungen beinhalten wahrscheinlich die Entwicklung von verkapselten oder stabilisierten Formen, die die Umweltmobilität reduzieren, verbesserte analytische Methoden für die Arsen-Speziation und die Erforschung ihrer fundamentalen Chemie unter extremen Bedingungen. Die Verbindung dient als wichtiges Modellsystem zum Verständnis der Arsen(III)-Chemie und liefert weiterhin Einblicke in polymere anorganische Materialien und Redoxprozesse.

Datenbank mit Eigenschaften chemischer Verbindungen

Diese Datenbank enthält physikalische Eigenschaften und alternative Namen für Tausende chemischer Verbindungen. Für die chemische Formel können Sie nutzen:
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Die Datenbank enthält Schmelzpunkte, Siedepunkte, Dichten und alternative Namen, die aus verschiedenen chemischen Quellen gesammelt wurden.

Was sind zusammengesetzte Eigenschaften?

Zu den Eigenschaften chemischer Verbindungen gehören physikalische Merkmale wie Schmelzpunkt, Siedepunkt und Dichte, die für die Identifizierung und Anwendung von Chemikalien wichtig sind. Alternative Namen helfen dabei, dieselbe Verbindung zu identifizieren, wenn auf sie durch unterschiedliche Namenskonventionen verwiesen wird.

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